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Wer war Sophie Scholl?

Sophie Scholl steht - gemeinsam mit Ihrem Bruder Hans und der Widerstandsbewegung "Weiße Rose" - für Mut, sich gegen Ungerechtigkeit aufzulehnen, die Stimme zu erheben und für Überzeugungen konsequent einzustehen, wie keine andere. Deshalb sind wir stolz auf unsere Namensgeberin und widmen ihr alle zwei Jahre einen besonderen Tag - den Sophie-Scholl-Tag - an dem wir mit unseren Schülerinnen und Schülern einen kindgerechten Blick auf ihr Leben werfen und Themen wie "Mut" oder "Demokratie" besprechen. Wer also war Sophie Scholl? Was hat sie so besonders gemacht? Und was hat Krauchenwies mit Sophie Scholl zu tun?

Sophies Leben

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg (nord-östlich von Heilbronn) geboren. Sie wächst in Ulm auf und geht dort auch zur Schule. Anfangs glaubt sie noch an das Gemeinschaftsideal der Nationalsozialisten und tritt dem Bund Deutscher Mädel bei. Nach ihrem Abitur beginnt sie 1940 eine Ausbildung als Kindergärtnerin. 1941, während ihres Arbeits- und Kriegshilfedienstes, kommen ihr immer größere Zweifel und so entwickelt sie in dieser Zeit eine zunehmend ablehnende Haltung am nationalsozialistischen Regime.

 

1942 beginnt sie in München ein Studium der Biologie und Philosophie. Durch ihren Bruder Hans, der ebenfalls in München studiert, kommt sie in Kontakt mit anderen Studenten, die sie in ihrer Kritik und Ablehnung gegenüber dem Nationalsozialismus bestärken. Gemeinsam gründen sie die Widerstandsbewegung "Weiße Rose". Durch die Verbreitung von Flugblättern äußern sie, zur damaligen Zeit, illegale Kritik am Nazi-Regime. Am 18. Februar 1943 verteilen Hans und Sophie Scholl ca. 1500 Flugblätter in der Universität München und werden dabei vom Hausmeister erwischt. Sie werden verhaftet, nach mehrtätigem Verhör am 22. Februar zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet. Sophie Scholl wurde nur 21, ihr Bruder Hans 24 Jahre alt.

Quelle:

Informationen zu Sophie Scholl für Kinder

Was hat Sophie Scholl mit Krauchenwies zu tun?

Am 26. Juni 1935 verpflichtete das  Reichsarbeitsdienstgesetz „alle jungen Deutschen beiderlei Geschlechts“  zu einem halbjährigen Arbeitsdienst. 

Das Alte Schloss in Krauchenwies wurde im April  1940 vom Reichsarbeitsdienst übernommen. Nach der feierlichen Einweihung  am 9. Mai 1940 bezogen die ersten 55 „Arbeitsmaiden“ das Schloss. Knapp ein Jahr später, im April 1941, trat die 19-jährige Sophie Scholl aus Ulm hier ihren sechsmonatigen Dienst an. Ihre Briefe und Tagebuch-Aufzeichnungen geben einen unmittelbaren Blick frei auf das Leben im Lager und die Gefühle und Gedanken der jungen Frau. U.a. hier entwickelt Sophie Scholl eine wachsende Distanz und Ablehnung gegen die nationalsozialistische Gewalt- und  Unrechtsherrschaft. Die Grundschule in Krauchenwies trägt seit 1997 den Namen "Sophie Scholl Schule" zum Gedenken an die Widerstandskämpferin.

Quelle: